Aus für „Schmidt & Pocher“

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

Der Leser verzeihe mir bitte diesen emotionalen Einstieg. Aber gute Nachrichten sollten auch entsprechend gewürdigt werden dürfen. Wie Spiegel Online meldet, hat Schmidt-Produzent Fred Kogel das Ende für den Late-Night-Versuch „Schmidt & Pocher“ angekündigt. Laut dem Geschäftsführer der Firma Kogel & Schmidt soll die Sendung im April 2009 auslaufen.

„Das war von vornherein ein zeitlich begrenztes Experiment – und zwar von beiden Seiten“, behauptet Kogel. Eine Begründung, die angesichts der widersprüchlichen Aussagen von Schmidt und Pocher in der letzten Zeit nicht unbedingt nachvollziehbar erscheint. Vor kurzem noch hatte Schmidt eine Verlängerung der gemeinsamen Zusammenarbeit in Erwägung gezogen. Als weiteren Grund für das Aus von „Schmidt & Pocher“ nennt Kogel: „Schmidt spielt im Duo sein Potential nicht aus.“

Zu den weiteren Plänen erklärt Kogel gegenüber dem Spiegel: „Wir haben ganz klare Vorstellungen, wo wir hinwollen.“ In einem Wahljahr „will man Schmidt auf einem Level sehen, das sonst im deutschen Fernsehen niemand liefert“. Es gehe darum, „die Comedy-Latte wieder höher zu legen in Richtung Anspruch und Intellekt, vergleichbar mit dem US-Polit-Komiker Jon Stewart – aber eben Harald Schmidt.“

zapp³ findet ein werktägliches Late-Night-Format mit 30 Minuten Länge und einer Mischung aus Standup und Einspielern optimal. Werktäglich bedeutet übrigens von Montag bis Freitag – nur als kleiner Hinweis für die ARD-Intendanten.

Dass es mit „Schmidt & Pocher“ so nicht weitergehen konnte, war schon vor Kogels Ankündigung klar. Unübersehbar zeigte sich, dass die beiden nicht zueinander passen. Negativer Höhepunkt war die Intimsekret-Döschen-Nummer von Lady Bitch Ray Anfang dieses Jahres. Und dass die Menge an Parodien nicht gleichzeitig bedeutet, dass diese stimmig sind, sollte Pocher auch endlich begreifen. Zum Beispiel sollte ihm  jemand klarmachen, dass ein bloßes Augen zusammenkneifen und Trikot anziehen nicht automatisch eine tolle Oliver-Kahn-Parodie ergibt.

Bleibt nur zu hoffen, dass Schmidt sein altes Niveau überhaupt noch einmal erreichen kann. Und Pocher sollte endlich wieder dorthin gehen, wo er hingehört. Zu einer Sendergruppe mit überhöhten Rendite-Erwartungen, in der er nach spätestens einem halben Jahr von McKinsey wegrationalisiert und durch Jürgen Milski ersetzt wird.

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