Der ökonomischere Loriot

Neulich bei „Beckmann“ erhielt Olli Dittrich den Ritterschlag: Vicco von Bülow, der Meister der Satire höchstselbst, äußerte seine Bewunderung für den Mann, der Dittsche spielt und der mit beneidenswert viel Improvisationstalent ausgestattet sei. Wie nah die Kunstfigur Dittsche der Kunstfigur Loriot mittlerweile gekommen ist, zeigte sich in der Sendung vom letzten Sonntag. Dittsches Begründung, warum er ausnahmsweise einen anderen Bademantel trug und den Imbiss noch dazu ohne Hose betrat, erinnerte an eine der bekanntesten Nummern von Loriot: „Das schiefe Bild“.

Doch Olli Dittrich ist noch eine Stufe höher gegangen. Im Gegensatz zu von Bülow hat er sich mit den Gegebenheiten des heutigen Fernsehens arrangiert. Während der Altmeister nicht mehr im TV arbeiten will, weil ihm heute nicht mehr die nötige Zeit eingeräumt werde und das Geld für gute Produktionen fehle, macht Dittrich aus der Not eine Tugend. Er lässt Dittsche einfach seine Erlebnisse erzählen und den Rest die Phantasie der Zuschauer erledigen. Das macht dem Betrachter viel Spaß und spart nebenbei noch die Kosten für ein Set, das man zerlegen muss.

So wurde aus „Das Bild hängt schief“ bei Dittsche „Der Bademantel ist nass“, weil Dittsche bei Nachbar Westphal die Katze hütete, dabei an den jüngst verstorbenen Stuntman Evel Knievel denken musste, diesen mit einem mutigen Dreirad-Sprung über Westphals auf dem Wohnzimmertisch ausgelegte Fische ehren wollte und dabei eine Delle ins Aquarium fuhr. Wer Genaueres wissen will, sollte künftig unbedingt „Dittsche“ gucken!

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