Fast-Frank macht keinen Spaß

Was dem Burger-Freund sein Fast-Food, sollte gestern bei „hart aber fair“ dem ARD-Zuschauer der Fast-Frank sein. Thema war der Rücktritt von Arbeitsminister Müntefering. Da dieses Ereignis gerade einmal einen Tag zurücklag, wurde zum Stricken der Sendung die berühmte heiße Nadel benutzt – leider mit vorhersehbaren Folgen. Denn die gestrige Ausgabe von Plasbergs preisgekrönter Sendung zeigte Altbekanntes: Ohne vernünftige Vorbereitung durch die Redaktion ist der beste Moderator hilflos, verkommt das beste Format zum Müdigkeits-Motivator.

Schon bei der Auswahl der Gäste haute die Redaktion daneben. Wer Heißkocher wie die Bundestags-Fraktionschefs Kauder (CDU/CSU), Struck (SPD) und Gysi (Linkspartei) in ein und dieselbe Sendung einlädt, kann konkrete Gesprächsergebnisse im Sinne des Publikums von vornherein vergessen. Wenn dann noch die restlichen Gäste versagen und vollfundierte Äußerungen bringen wie der Unternehmer Martin Richenhagen mit „Frau Künast fand ich als Landwirtschaftsministerin schlecht. Herr Seehofer macht das gut“, dann kann auch der beste Moderator nichts mehr rausreißen. Ich jedenfalls war froh, als ich nach einer halben Stunde immer wieder zu „Joachim Bublath“ zappen konnte. Der hatte wenigstens etwas zu sagen.

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