Nebel um Acht

Seit vielen Jahren gönne ich mir einen Luxus: Vor 11 Uhr morgens bleibt der Fernseher ausgeschaltet. Heute war ich jedoch dekadent und habe um 8 Uhr eingeschaltet. Ich fühlte mich wie ein Forscher, ein Fernseh-Frischling, der beim Zappen völlig neue Seiten an diesem faszinierenden Medium entdeckt.

Am meisten beeindruckt hat mich 3Sat mit der Sendung „Alpenpanorama“. Darin liefern automatisch gesteuerte Kameras Bilder von den Berggipfeln der 3Sat-Länder, dazu gibt’s Uhrzeit, Wetterdaten und für die frühe Vormittagszeit erstaunlich gewagte Schrammelmusik. Als ich reinzappte, war gerade das wunderschöne Tirol dran. Die Einblendung am Bildrand gab eine Luftfeuchtigkeit von 100% an – kein Wunder also, dass man außer einer weißen Wand nichts erkennen konnte. Und irgendwie beruhigend, so lag es nicht an mentaler Insuffizienz des Betrachters oder technischen Problemen des geliebten Ausstrahlungsgerätes.

Den ganz Neugierigen unter den Panorama-Aktivisten sei der Bayerische Rundfunk empfohlen. In der gleichzeitig ausgestrahlten Sendung mit dem eingängigen Titel „Panoramabilder / Bergwetter“ kann man als Appetithäppchen schon mal vorab schauen, was in Obergurgl wettertechnisch so abgeht.

Leider bin ich beim Zappen nicht weitergekommen. Irgendwann erfasste mich die Panorama-Panik, und ich fühlte mich ähnlich benebelt wie die Landschaft von Tirol. Vielleicht morgen wieder …

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