Da gibt’s gar nichts

Dass es Killerphrasen gibt, ist schon länger bekannt. Seit Mittwoch existiert jetzt auch die Killerfloskel. Als Erfinder dieser nervenden Attitüde darf sich Wolf-Dieter Poschmann bezeichnen – das ist der Mann, der früher mal 10.000-Meter-Läufer war, danach ZDF-Sportchef und dann wieder von diesem Posten entfernt wurde. Das reicht beim ZDF als Qualifikation, um Fußballspiele kommentieren zu dürfen. So auch am Mittwoch beim Qualifikationsspiel für die Champions League zwischen Werder Bremen und Dinamo Zagreb.

Wer sich dieses Spiel angeschaut hat, war gleich mehrfach gestraft: suboptimaler Spielverlauf aus deutscher Sicht, suboptimales Ergebnis und als Krönung ein suboptimaler Kommentar: „Er ist ein guter Spieler. Da gibt’s gar nichts“, oder: „Er grätscht dazwischen. Da gibt’s gar nichts.“ Einziges Problem für die Fernseh-Zuschauer: Leider gibt es Poschmann immer noch bei Fußballspielen. Kleines Highlight am Rande: Der vom ZDF in Anmoderationen immer wieder liebevoll als „Poschi“ bezeichnete Floskel-Filigran behauptete, das Rückspiel werde für Bremen noch viel schwerer, weil in Zagreb „39 fanatische Fans“ das Kroaten-Team anfeuern würden. Immerhin hat er sich kurz darauf verbessert und auf „39.000“ erhöht. Da gibt’s gar nichts.

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