Abzocke, aber richtig

Anwälte verschicken selbstständig Abmahnungen wegen Verstößen gegen das Markenrecht oder wegen Urheberrechtsverletzungen – eigentlich ein alter Hut. Der Bäckermeister aus F. verwendet auf seiner Website ein Pumuckl-Bildchen und bekommt kurz darauf Post von irgendeinem Anwalt. Der hat meist mit der Gegenseite nichts zu tun und ist nur an einer dicken Honorarnote interessiert. So weit, so fies.

Im Medienbereich läuft das Ganze natürlich noch durchgeknallter: Da erhält ein Kollege eine Abmahnung wegen Verstoßes gegen das Marken- und Wettbewerbsrecht. Er wird aufgefordert, seine Website zu schließen und bestimmte Begriffe nicht mehr zu verwenden. Der Kollege ärgerte sich und zahlte. Schon einen Tag später erhält er über Xing eine Nachricht von dem Marketingchef des abmahnenden Unternehmens. Es täte ihm leid und er wisse von keiner Abmahnung. Leider könne er die Aktion nicht rückgängig machen, da es sich um einen Alleingang des Anwalts handele. Dumm gelaufen. Um noch eins drauf zu setzen, macht er das Angebot, die Website weiterzubetreiben und sogar noch das Logo des Unternehmens zu verwenden. Schön, dass wenigstens der Anwalt seine nächste Golfausrüstung finanziert hat.

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