Tour de Flasch

Wir schreiben das Jahr 1985. Wir sitzen vor dem Fernsehgerät, gucken die Tour de France und schlafen mit dem Reporter ein. Aus Frust greifen wir zum Cassettenrekorder, drücken das Mikro in den Anschluss und kommentieren das Geschehen nach. Weil wir das natürlich viel besser können als Herbert „In diesem Schloss gibt es wunderbaren Käse“ Watterott!

22 Jahre später finden wir auf dem Dachboden eine verstaubte Pappkiste mit dem, was man früher „MC“ (für „Musik-Cassette“) nannte. Wir legen eine MC in den Player und hören eine selbstgemachte Reportage aus dem Jahr 1985. Und was soll man sagen? Es klingt fürchterlich! Amateurhaft! Geht gar nicht! Das klingt, als säße man fernab vom Geschehen in irgend einem anonymen Studio. Eigentlich klingt es genauso wie die Reportage von Herrn Saatmann bei der ersten Übertragung der Tour de France auf Sat.1. Oder wie Leichtathletik-Übertragungen auf Eurosport. Im Jahr 2007, wohlgemerkt. Immerhin werden heute Festplatten verwendet und keine MCs.

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